Apodemus flavicollis (Melchior, 1834)
Gelbhalsmaus
Muridae, Echte Mäuse, Langschwanzmäuse | Mammalia-Säugetiere
Beschreibung
Das Verbreitungsgebiet der Gelbhalsmaus umfasst große Teile der westlichen Paläarktis. Gelbhalsmäuse sind weitgehend an Wald gebunden. Als optimale Lebensräume gelten ältere, von Buchen und Eichen dominierte Laubwälder. Daneben werden auch baumreiche Hecken und Gärten bewohnt. Im Herbst dringen Gelbhalsmäuse häufig in Gebäude ein.
Gelbhalsmäuse sind nachtaktiv und klettern sehr gut, zum Teil bis in den Kronenbereich von Bäumen. Die Nester befinden sich meist in Erdbauen zwischen Baumwurzeln oder unter Felsblöcken, seltener in Holzstößen oder in Eichhörnchenkobeln und Nistkästen bis in 8 m Höhe. Die Erdbaue übernehmen sie meist von Maulwürfen oder Wühlmäusen, selten graben sie selber welche. Die Gelbhalsmaus ist ein Allesfresser. Die Nahrung besteht aus Samen und Früchten wie Eicheln, Bucheckern und Haselnüssen, Knospen sowie Insekten und anderen Wirbellosen; gelegentlich werden auch kleine Wirbeltiere und Vogeleier gefressen. Der Anteil tierischer Nahrung beträgt etwa 10 %. Für den Winter werden Nahrungsdepots mit Eicheln, Haselnüssen oder Bucheckern angelegt. Die Fortpflanzung findet im Norden des Areals von Januar bis Oktober statt und entspricht im Übrigen weitgehend der der Waldmaus.
Die Gelbhalsmaus zeigt deutliche, jedoch nicht zyklische Bestandsschwankungen in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot. In Wäldern Osteuropas kann die Siedlungsdichte in Mastjahren bis auf über 100 Individuen/Hektar steigen.
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