Apodemus agrarius (Pallas, 1771)

Brandmaus

Muridae, Echte Mäuse, Langschwanzmäuse | Mammalia-Säugetiere




Beschreibung

Das Verbreitungsgebiet der Brandmaus umfasst in zwei getrennten Teilarealen große Teile der Paläarktis. Das westliche Teilareal reicht in West-Ost-Richtung vom östlichen Mitteleuropa und dem Norden Italiens nach Osten bis in die Nähe des Baikalsees und den Nordwesten der Volksrepublik China. Das östliche Teilareal umfasst im Norden die südlichen Teile des fernen Ostens Russlands, reicht nach Süden bis Korea und China etwa bis 25° N und schließt Taiwan ein.

Die Brandmaus bewohnt deckungsreiche und überwiegend feuchte Habitate wie Waldränder, Gebüsch, feuchte Wiesen und Röhricht, aber auch – und offenbar zunehmend – Gärten und Parkanlagen. Sie bewohnt überwiegend Niederungen, kommt aber in Mazedonien bis in 1.750 m Höhe vor. Im Sommer besiedelt die Art auch Getreidefelder, im Winter ist sie häufig in Scheunen und ähnlichen Gebäuden anzutreffen.

Brandmäuse sind überwiegend tagaktiv. Die Tiere springen und klettern weniger gut als andere Arten der Gattung und halten sich meist auf dem Boden auf. Die Nahrung besteht aus Samen und Früchten, aber auch zu einem hohen Anteil aus Insekten und deren Larven, Schnecken und Würmern. Die Fortpflanzung findet von April bis September statt. Die Tragzeit beträgt 18 bis 21 Tage. Die Würfe umfassen 4 bis 9, meist 6 bis 7 Junge. Die Augen öffnen sich im Alter von 9 bis 12 Tagen, nach 8 Wochen sind die Jungtiere geschlechtsreif. Je nach Habitat schwankt die Siedlungsdichte zwischen 5 und 50 Individuen pro Hektar, sie ist in Wäldern am niedrigsten und in städtischen Grünanlagen am höchsten. Gelegentlich kommen Massenvermehrungen vor.

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