Saturnia pyri (Denis & Schiffermüller, 1775)

Wiener Nachtpfauenauge

Saturniidae, Pfauenspinner | Lepidoptera-Schmetterlinge




Beschreibung

Die Tiere kommen in Südeuropa und Nordafrika vor. Das erstbeschriebene Tier wurde in der Nähe von Wien gefunden, weswegen es seinen Namen hat. Sie leben in warmen Gegenden und bewohnen offenes, locker verbuschtes Gelände, Obstgärten, Parks und Alleen. Das Wiener Nachtpfauenauge kommt sehr selten im Süden Deutschlands vor. In Österreich findet man es im Osten, bis ins nördliche Weinviertel, sonst in den Südalpen. Die Art ist in ihren Populationen stark rückläufig.

Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Falter sind nachtaktiv. Man findet sie gelegentlich beim Umschwärmen von Lichtquellen, wo sie wegen ihrer Größe an Fledermäuse erinnern.

Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Laubbäumen und Sträuchern und sind auch an vielen Obstbäumen zu finden. Sie fressen unter anderem an Walnuss (Juglans regia), Kulturapfel (Malus domestica), Zwetschge (Prunus domestica), Edelkastanie (Castanea sativa), Rotbuche (Fagus sylvatica), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und Gemeine Hasel (Corylus avellana).

Die Weibchen legen bis zu 200 ihrer rötlichen, braun gefleckten Eier in kleinen Grüppchen auf die Zweige der Futterpflanzen. Populationen in Obstplantagen fallen regelmäßig den dort eingesetzten Spritzmitteln zum Opfer. Die Verpuppung findet am unteren Teil der Stämme statt. Sie bauen einen festen pergamentartigen Kokon. An einem Ende dieses Kokons befindet sich hinter einer runden Öffnung eine Reuse aus starren Borsten, die Feinde abhält. Der fertig entwickelte Falter kann durch diese Öffnung aber leicht schlüpfen.

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